Stimme der Schwiegermutter:
„Wir haben unseren Sohn in Eile verheiratet,
dachten, wir würden endlich Hilfe im Haus bekommen —
doch hier bin ich, mache immer noch alles selbst!
Ich bin die leichteste Person in diesem ganzen Haushalt,
und doch trage ich die schwerste Last.
Wir haben jetzt drei Schwiegertöchter,
und trotzdem — ich bin krank, gestresst, erschöpft!
Und jetzt? Einige reden von Trennung —
nicht von Scheidung, nein — schlimmer! Sie wollen ihr eigenes Haus!
Also sage ich: Wer gehen will —
geh doch, meine Liebe, da gehst du!“
Antwort der Schwiegertöchter:
„Alles liegt an unserer Schwiegermutter!
Sie beobachtet uns wie ein Falke.
Solange wir unter diesem Dach sind, haben wir keinen Frieden.
Ihr Gesicht ist immer sauer — wie tevşo —
und alles, was sie sagt, ist ‘bişo’ (wasch!).
Wasch drinnen, wasch draußen…
Genug jetzt, bavo!
Wir waschen so viel, dass wir unseren Verstand (hişo) verloren haben!“
Die Schwiegermutter entgegnet:
„Wer wird den misîna (Wasserkrug) füllen?
Das Wasser ist ausgegangen!
Wir sterben hier vor Durst!
Ach, armes ich… möget ihr sterben, möget ihr vergehen, Hesiyayê!